Als wären die Aufgabengebiete des Bildredakteurs nicht schon umfassend genug, kommen auf viele in diesem Beruf tätige Menschen weitere Aufgaben hinzu.
Eigentlich ist der Bildredakteur ein so genannter Schreibtischtäter. Das bedeutet, er plant und organisiert vom Schreibtisch aus und ist selten am Ort des Geschehens zu finden.
Doch nicht immer ist das so. Wenn abzusehen ist, dass der Fotograf nicht haargenau weiß, wie sich der Bildredakteur das Endprodukt, also das Foto vorstellt, ist es besser, wenn er selbst zugegen ist.
Das sind dann die Fälle, in denen ein Fotograf Dutzende von Fotos macht und aus dem Hintergrund immer die Stimme ertönt, die sagt „Nein, so habe ich mir das nicht vorgestellt.“ Oder: „Unsere Kunden wünschen sich das aber anders.“
Das ist für den Fotografen nicht unbedingt das schönste Arbeiten, allerdings lassen sich so spätere Neubeauftragungen vermeiden, denn es entsteht gleich das Foto, das der Bildredakteur benötigt.

Wichtig für jeden Bildredakteur ist zudem die Weiterbildung.
Er muss ständig auf dem Laufenden bleiben, was technische und juristische Neuerungen angeht, denn beide ändern sich innerhalb kurzer Zeit.
So gibt es verschiedene Kurse, die Weiterbildungen für Bildredakteure anbieten, darunter solche von privaten Schulen, von Volkshochschulen und von Mitgliedern der Branche, also von Verlagen und Redaktionen.
Natürlich kann die ganze Theorie die Praxis nicht ersetzen, aber gerade, wenn es um die Bearbeitung von Fotos und um die Wahrung der Rechte an einem Bild geht, macht die Theorie einen Großteil des Wissens des Bildredakteurs aus.
Der Bildredakteur muss einschätzen können, wann ein Bild wirklich gut ist und was eventuell immer noch daran verbessert werden kann, damit es für den gewünschten Einsatz wirklich passend ist.
Um dabei stets auf dem aktuellen Stand zu sein, bieten sich Kurse, zum Beispiel zu Photoshop oder zur Recherche in Datenbanken, wahrlich an.
|