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Der Beruf als Bildredakteur
Was macht ein Bildredakteurs sonst noch?
Zusammenarbeit des Bildredakteurs mit anderen Freiberuflern


Der Beruf als Bildredakteur

Es gehört jede Menge Fachwissen dazu, Bilder auszuwählen.
Auch wenn es scheinbar ganz leicht ist, schließlich sind wir umgeben von Fotos.

Da muss doch eines dabei sein, das schon passen wird, oder? Doch so leicht ist es nicht, denn es muss das entsprechende Medium bedacht werden, die Anforderungen der Beteiligten und nicht vergessen werden darf die rechtliche Seite der Verwendung von Bildern.

Wer nun also als Bildredakteur arbeiten möchte, muss ein gewisses Maß an Fachwissen vorzeigen können.
Das heißt aber nicht, dass er eine spezielle Ausbildung benötigt, auch Quereinsteiger haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Sie müssen aber Fähigkeiten wie kaufmännisches Denken, ein gutes Bildgedächtnis, eine Affinität zu sprachlichen Bildern und deren richtigem Einsatz, Teamgeist und die Fähigkeit, eigene Präferenzen in den Hintergrund zu stellen, mitbringen.


Es gibt keine geregelte Ausbildung, aber wer zum Beispiel eine Ausbildung als Fotograf oder im redaktionellen Bereich vorweisen kann, ist schon sehr gut dran.

Verschiedene Möglichkeiten führen zum Beruf des Bildredakteurs. Eine davon ist das Volontariat, das vor allem von Zeitungen und Zeitschriften, aber auch von Magazinen und vom Fernsehen angeboten wird.

Das dauert in der Regel ein bis zwei Jahre. Nicht alle Anbieter von Volontariaten sind aber so ausgelegt, dass sie speziell den Beruf des Bildredakteurs ausbilden, meist handelt es sich um fachübergreifende Ausbildungen.

Des Weiteren gibt es spezielle Fachseminare, die aber meist auf ein gewisses Vorwissen aufbauen und sich damit eher an Menschen richten, die bereits „vom Fach“ sind.

Zudem ist es so, dass die meisten, die eine Ausbildungsstelle, besser gesagt, ein Volontariat, anbieten, dies für die Ausweitung des eigenen Mitarbeiterstammes tun.
Das heißt, sie bilden nicht dafür aus, dass der fertige Bildredakteur anschließend die Redaktion verlässt. Eine Ausbildung zum Journalisten, beziehungsweise ein entsprechendes Studium kann ebenfalls den Weg zum Bildredakteur ebnen.

Aber auch für den Bildredakteur gilt, wie das bei allen anderen Berufen ebenfalls der Fall ist, dass ein lebenslanges Lernen Voraussetzung für das gute Arbeiten ist.

Denn regelmäßige Fortbildungen helfen dem Bildredakteur dabei, den vielfältigen Aufgaben gewachsen zu sein und stets auf dem neuesten Stand zu bleiben, nicht nur, was die Technik der Bildbearbeitung und Bildverwendung angeht, sondern auch, was die Sprache der Bilder und die Bildsprache der einzelnen Medien angeht.

Private Schulen bieten hier meist sehr brauchbare Kurse an, darunter Kurse zur richtigen Suche in Datenbanken, zu rechtlichen Fragen oder auch zu Programmen der Bildbearbeitung.

Nicht ganz unnütz sind Kurse, die sich mit der Sprache befassen, wie sie in den Medien üblich ist.

Schließlich unterscheidet sich diese von der alltäglich verwendeten Sprache teilweise recht deutlich.

Und da ein Bildredakteur auch die Bildunterschriften texten können muss, sollte er auf diesem Gebiet durchaus bewandert sein.



Was macht ein Bildredakteurs sonst noch?

Als wären die Aufgabengebiete des Bildredakteurs nicht schon umfassend genug, kommen auf viele in diesem Beruf tätige Menschen weitere Aufgaben hinzu.

Eigentlich ist der Bildredakteur ein so genannter Schreibtischtäter. Das bedeutet, er plant und organisiert vom Schreibtisch aus und ist selten am Ort des Geschehens zu finden.

Doch nicht immer ist das so. Wenn abzusehen ist, dass der Fotograf nicht haargenau weiß, wie sich der Bildredakteur das Endprodukt, also das Foto vorstellt, ist es besser, wenn er selbst zugegen ist.

Das sind dann die Fälle, in denen ein Fotograf Dutzende von Fotos macht und aus dem Hintergrund immer die Stimme ertönt, die sagt „Nein, so habe ich mir das nicht vorgestellt.“ Oder: „Unsere Kunden wünschen sich das aber anders.“
Das ist für den Fotografen nicht unbedingt das schönste Arbeiten, allerdings lassen sich so spätere Neubeauftragungen vermeiden, denn es entsteht gleich das Foto, das der Bildredakteur benötigt.

Wichtig für jeden Bildredakteur ist zudem die Weiterbildung.
Er muss ständig auf dem Laufenden bleiben, was technische und juristische Neuerungen angeht, denn beide ändern sich innerhalb kurzer Zeit.

So gibt es verschiedene Kurse, die Weiterbildungen für Bildredakteure anbieten, darunter solche von privaten Schulen, von Volkshochschulen und von Mitgliedern der Branche, also von Verlagen und Redaktionen.

Natürlich kann die ganze Theorie die Praxis nicht ersetzen, aber gerade, wenn es um die Bearbeitung von Fotos und um die Wahrung der Rechte an einem Bild geht, macht die Theorie einen Großteil des Wissens des Bildredakteurs aus.

Der Bildredakteur muss einschätzen können, wann ein Bild wirklich gut ist und was eventuell immer noch daran verbessert werden kann, damit es für den gewünschten Einsatz wirklich passend ist.

Um dabei stets auf dem aktuellen Stand zu sein, bieten sich Kurse, zum Beispiel zu Photoshop oder zur Recherche in Datenbanken, wahrlich an.


Zusammenarbeit des Bildredakteurs mit anderen Freiberuflern

Der Bildredakteur arbeitet im Laufe einer Produktion eng mit anderen Freiberuflern zusammen.

Teilweise auch nicht direkt, dennoch müssen Absprachen untereinander getroffen werden. So ist zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem Autor oder Texter häufig unabdingbar, denn dieser muss seine Vorstellungen von dem idealen Bild, das seinen Text hinterlegen soll, mitteilen.

Der Bildredakteur sollte sich danach richten und ein Bild auswählen, dass den Vorstellungen des Autors entspricht.

Häufig gibt der Autor eines Textes die Bildauswahl auch die Hände von Lektoren.

Dann arbeitet der Bildredakteur eben mit diesem zusammen. Dabei wird aber meist nicht nur das passende Bild ausgewählt, sondern es kommt auch darauf an, die sprachliche Richtigkeit bei der Bildunterschrift zu garantieren und die Formatierung des Bildes an den Text anzupassen.

Das heißt, in Größe, Platzierung und Format muss das Bild den Text unterstützen und in diesen hineinpassen.

Eine wichtige Bezugsperson für den Bildredakteur ist der Fotograf. Mit diesem arbeitet er zusammen, wenn ein Bild neu aufgenommen werden muss, weil zum Beispiel kein passendes im Archiv oder in den diversen Bildquellen zu finden ist.

Der Fotograf erhält sein Briefing häufig vom Bildredakteur selbst, der Bildredakteur stellt darin die gesamte Zusammenarbeit dar sowie seine Vorstellungen von dem Bild, das aufzunehmen ist.

Entspricht das Bild am Ende nicht den Anforderungen ist es Aufgabe des Bildredakteurs, sich mit dem Fotografen auseinander zu setzen und eine erneute Aufnahme zu verlangen. Der Bildredakteur ist zudem für die Auswahl des geeigneten Fotografen zuständig.

Soll eine Publikation in einer anderen Sprache erscheinen, wie das etwa bei Forschungsberichten der Fall ist, so kann es auch sein, dass der Bildredakteur mit einem Übersetzer zusammen arbeitet.

Seine Hilfe benötigt der Bildredakteur zum Beispiel beim Texten der Bildunterschrift.

Andere Freiberufler, mit denen der Bildredakteur zusammen arbeitet, sind beispielsweise der Schlussredakteur, der Grafiker oder der Korrektor.

Besonders der Schlussredakteur spielt dabei eine wichtige Rolle, schließlich kommt ihm die endgültige Absegnung der Texte und der darin beinhalteten Bilder zu.