Für den Bildredakteur ist es eine große Schwierigkeit, das passende Bild für das jeweilige Medium zu finden und das auch noch in der Zeit, die vorgegeben ist und meist doch sehr knapp bemessen ist.
Die Auswahl der Bilder ist ausschlaggebend für das Medium.
Leser und Zuschauer sind an einen gewissen Bildtyp gewöhnt, Änderungen müssen sehr langsam eingeführt werden und müssen dennoch dem Bild des Magazins, der Zeitung oder der Sendung entsprechen.

Bei der Bildauswahl müssen das Medium und die Zielgruppe berücksichtigt werden
Es müssen dabei nicht nur die Gepflogenheiten des Mediums beachtet werden, sondern auch, an welche Zielgruppe sich das Bild wenden soll.
Ist die Bildsprache so gewählt, dass sie auf die Zielgruppe passt?
Eine sich plötzlich ändernde Bildsprache sollte vermieden werden, denn sie könnte Leser und Zuschauer abschrecken, weil sie diese eben nicht gewöhnt sind. Sollen neue Zielgruppen angesprochen werden, muss das Bild so ausgewählt werden, dass die Bildsprache sowohl die „alten“ Leser und Zuschauer, als auch die „neue“ Zielgruppe anspricht.
Das Bild muss auf das Medium passen, das heißt, es muss zum Beispiel bei einer Tageszeitung seriös wirken, bei Jugendzeitschriften darf es gern auch mal etwas jünger und flippiger ausfallen.
Die Glaubwürdigkeit des Mediums muss bei der Auswahl des Bildes immer beachtet werden. Das Bild muss sich darüber hinaus auch noch an das Layout anpassen können. Die Bilder werden in der Regel links platziert, rechts wird der Text geschrieben. Auch das Ende des Textes muss durch das Bild erkennbar sein. Der Blick des Lesers wird also auf das Ende des Textes gelenkt.
Bilder, die für Bücher bestimmt sind, werden meist nach der Art des Buches ausgesucht. So werden eher großflächige und bunte Bilder für Kochbücher oder Reiseführer verwendet.
In Biographien finden sich häufig schwarz – weiß Fotografien oder kleinere Bilder. Auch technische Anleitungen enthalten meist kleinere Bilder oder auch nur Skizzen.
Bilder, die im Fernsehen gezeigt werden sollen, müssen leicht erfassbar sein, denn sie werden nur kurz gezeigt. Daher gehört auf diese Bilder nur das Relevante, zu viele Kleinigkeiten dürfen nicht zu sehen sein.
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